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DER EXPERTENTIPP
von Dr. med. Susan Glauber-Prang, Kinder- und Jugendärztin
Pulmologisch qualifizierte DMP-Ärztin

 

DMP Asthma - Programm für Kinder & Jugendliche

Asthma bronchiale ist die häufigste chronische Erkrankung im Kindes- und Jugendalter. Jedes zehnte Kind in Mitteleuropa leidet an Asthma. Die Krankheitssymptome des Asthmas sind ein episodisch auftretendes Pfeifen oder Husten in bestimmten Situationen. Bei der Hälfte aller Asthmatiker treten diese Symptome erstmalig bereits vor dem 3. Lebensjahr und bei 80% der Erkrankten vor dem 6. Lebensjahr auf.

Das Ziel der Asthmatherapie im Kindes- und Jugendalter ist die Ermöglichung eines normalen Lebens, also eine Symptomfreiheit ohne Einschränkung des täglichen Lebens (in der Schule, bei Spiel und Sport), ein ungestörter Nachtschlaf, die Vermeidung von Asthmaanfällen sowie die Vermeidung medikamentenbedingter Nebenwirkungen.

In Niedersachsen können bereits seit März 2007 erkrankte Kinder ab 5 Jahren und Jugendliche an einem Strukturierten Behandlungsprogramm „DMP Asthma“ teilnehmen (DMP = Disease-Management-Programm).

Das DMP Asthma will Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien helfen, geübter mit krankheitsbedingten Problemen umzugehen und die Lebensqualität zu verbessern. Krankheitsbedingte Beeinträchtigungen der körperlichen, psychischen und geistigen Entwicklung sollen vermieden oder zumindest verringert werden.

Die Teilnahme am DMP Asthma ist für jeden gesetzlich krankenkassenversicherten Patienten freiwillig und kostenlos.

Sie erfordert die sogenannte Einschreibung in das Behandlungsprogramm. Gemeint ist die schriftliche Teilnahmeerklärung des Versicherten, (bei Kindern/Jugendlichen, die jünger als 15 Jahre sind, der Eltern), so dass die finanzierenden gesetzlichen Krankenkassen wissen, wer am Programm teilnimmt.

Die Einschreibung erfordert außerdem eine schriftliche Diagnosebestätigung durch den behandelnden Kinder- und Jugendarzt (Hausarzt).

Im Anschluss an die Einschreibung legt der behandelnde Kinder- und Jugendarzt (Hausarzt) mit dem Patienten individuelle Therapieziele fest.

Bei der Entscheidung für eine medikamentöse Therapie werden vorrangig Medikamente verwendet, deren positiver Effekt und deren Sicherheit in Hinblick auf die Programmziele in Studien nachgewiesen wurden. Bei Inhalationsmedikamenten wird die Inhalationstechnik des Patienten überprüft.

Und: Allen im DMP Asthma eingeschriebenen Kindern und Jugendlichen wird die Teilnahme an strukturierten altersgruppenspezifischen Schulungsprogrammen angeboten.

Die regelmäßige vierteljährliche Betreuung und die Dokumentation erfolgen grundsätzlich durch den behandelnden Kinder- und Jugendarzt (Hausarzt).

Falls der Behandlungserfolg trotz intensivierter Behandlung nicht zufriedenstellend ist, schwere Asthmaanfälle auftreten, eine Notfall- oder Krankenhausbehandlung wegen Asthma vorausgegangen ist oder der Verdacht auf „allergisches“ Asthma besteht, sollte ein Kinderlungenfacharzt, Lungenfacharzt oder ein pulmologisch qualifizierter Kinder- und Jugendarzt hinzugezogen werden.

Quelle: Braunschweiger Zeitung, Ärztetafel vom 12. September 2007